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Bharata Natyam

 

In Indien sind im Laufe der Jahrtausende zahlreiche klassische Tanzstile entstanden. Im Norden unter anderem Kathak, Manipuri, Odissi, außerdem Chhau, ein ritueller Kampftanz und im Süden Kathakali, Mohini Attam, Kalarippayat, Kuchipudi und Bharata Natyam, mit ersten Aufzeichnungen die bis zu 4000 Jahre zurückreichen.

Bharata Natyam wurde einst in hinduistischen Tempeln getanzt, als Teil des Gottesdienstes, sowie zu Tempelprozessionen, während heutzutage dieser Tanz nur mehr auf Bühnen aufgeführt wird. Einerseits blieb der spirituelle Grundcharakter bis heute erhalten, anderseits jedoch besteht eine große Bereitschaft zur Offenheit, zu Weiterentwicklung und Experimenten, stets im feinen Gleichgewicht mit traditionellen Werten.

Bharata Natyam wird in zwei Arten des Tanzes unterteilt, in den abstrakten Tanz nrtta, und den erzählerischen Tanz nrtya. Der Ausdruck im abstrakten Tanz stellt die reine Freude an der Bewegung dar, die Bewegungen und Handhaltungen haben eine weitere Bedeutung, im darstellenden nrtya hingegen werden Geschichten aus der hinduistischen Mythologie erzählt.
Die Choreografien sind normalerweise sie genau festgelegt und werden nur selten improvisiert.

Videobeispiele

 

Bharata Natyam-Unterricht

Auch wenn die Anfänge dieser sehr alten Tanztradition mehrere Jahrtausende zurückliegen, und die ersten Verweise auf Aufzeichnungen etwa 4000 Jahre zurückreichen, stellen Skulpturen indischer Tempel oft Posen und Positionen dar, die Tänzer auch heute noch lernen. War der Tanz früher fester Bestandteil des Gottesdienstes vieler Tempel, wird hingegen heute diese Kunst nur noch auf Bühnen aufgeführt, ohne jedoch seinen spirituellen Grundcharakter verloren zu haben. Die Tanztradition ist bis heute sehr lebendig geblieben, es ist üblich, dass erfahrene Tänzer mit Musik und Bewegung experimentieren und immer neue Choreografien aufstellen.

Der Unterricht findet sowohl für Männer wie auch Frauen statt. Anfänger lernen Aufwärmübungen, Grundpositionen, Handstellungen (Mudras). Es werden die ersten Grundschritte durchgenommen, wobei auf korrekte Haltung und Atmung geachtet wird. Im Unterricht für mäßig Fortgeschrittene lernt man alle weiteren Grundschritte und Rhythmusübungen, sowie das Erzählen kleiner Geschichten aus der indischen Mythologie. Im Unterricht für Fortgeschrittene lernt man Tänze aus dem klassischen Repertoire und vertieft den schauspielerischen Ausdruck.

Durch das Erlernen der Technik des Bharata Natyam trainiert man Koordination, Raumgefühl, Körperhaltung und Körperbewusstsein. Man trainiert Rhythmus und Ausdruck und baut Kondition und Kraft auf.