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Informationen zur indischen Tanzkultur


Tanz - Bharata Natyam:

Hauptsächlich in den südöstlichen Regionen von Indien wird ein ganz besonderer Tanzstil gepflegt, es handelt sich dabei um den klassischen Tanz Bharata Natyam. Bharata Natyam ist eine Bezeichnung, welche erst zu Beginn des 20. Jahrhunderts aufkam.
Beim Tanz Bharata Natyam werden hohe Übereinstimmungen mit alten tanztheoretischen Texten und auch mit den Tanzposen von historischen Tempelskulpturen sichtbar.
Aus diesem Grund kann man auch von einer der ältesten Tanztraditionen Indiens sprechen.

Der Bharata Natyam besitzt eine Vielzahl von Körperhaltungen und Bewegungsabläufen, Schrittfolgen sowie Hand- und Fingergesten, die auch in den alten überlieferten Textvorlagen vorkommen.
Weiterhin haben die Tänzer eine ausgeprägte Mimik bei der Aufführung, Kopf, Nacken und Schultern bilden eine Einheit, sie werden zusammen seitwärts bewegt.
Für diesen Tanz sind lineare Bewegungen sehr charakteristisch, Arme und Beine bilden oft Dreiecksstrukturen nach.
Ein Beispiel dafür ist der folgende Tanzschritt:
die Beine sind seitlich angezogen oder die Hände liegen auf den Hüften.

Beim Bharata Natyam gibt es bis zu 120 präzise formulierte Bewegungsabläufe, abhängig von der jeweiligen Schultradition. Benannt sind diese Abläufe mit einzelnen Lautsilben, auch als Sollukattus bezeichnet.

Die Tänzerinnen sind in der Regel in reich verzierte Sari aus Seide gehüllt, welcher sich vorne bei Spreizbewegungen fächerartig öffnet. Am Oberkörper tragen die Tänzerinnen eine passende Bluse aus Brokat.
Zusätzlich zu der sehr farbenfrohen Kleidung sind die Tänzerinnen mit Halsketten, Hüftgürteln und Armringen aus Silber geschmückt.
Die Handflächen und Fußsohlen sind oft mit geometrischen Verzierungen und Glückssymbolen bemalt.